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Wir möchten Sie mit diesem Thema nicht langweilen, aus diesem Grunde hier in Kürze die wichtigsten Angaben zu den Themen DIN 18232 und VdS Richtlinien:

 

DIN (Deutsche IndustrieNorm) und VdS (Verband deutscher Sachversicherer) fordern Rauch- und Wärmeabzugsanlagen für alle eingeschoßigen Gebäude oder das oberste Stockwerk von mehrgeschoßigen Gebäuden. Die Bemessung der RWA-Anlagen nach DIN 18232 und der Richtlinie 2098 des VdS berücksichtigen verschiedene Parameter, wie z.B. Rauchschürzen, autom. Brandmelder, die Löschzugriffszeit der Feuerwehr, die Gebäudeabmessungen, die Dachneigung. Mit all diesen Angaben berechnen wir die  notwendige aerodynamisch wirksame Rauchabzugsfläche Aw, welche durch die RWA.-Anlagen erreicht werden soll. Für deren Berechnung werden zum einen die bauseits vorhandenen Brandschutzeinrichtungen in die Berechnung einbezogen, zum anderen aber auch die Brandausbreitungsgeschwindigkeit und die  Brandmeldezeit berücksichtigt.

 

Das Bemessungsverfahren nach DIN ist “anerkannte Regel der Baukunst  und Technik”. Sie ist bei Industriebauten in fast allen Fällen für die gesetzlichen Auflagen genügend. Über die Anforderungen der DIN 18232 hinaus gehen die Bestimmungen und Empfehlungen der Richtlinie 2098 des  VdS. Nach der Richtlinie des VdS ist der Zeitfaktor von der  Entstehung des Brandes bis zum gezielten Brandangriff, von primärer Bedeutung. Die Bemessung berücksichtigt hier zusätzlich jene Details, die Auswirkungen auf die Branddauer haben. So werden bei der Berechnung nach der Richtlinie des VdS auch die Zuordnung von Betriebsarten sowie die Einstufung der eingelagerten Materialien und deren Verpackung in die Bemessung mit einbezogen. Die Forderungen nach Mindeststückzahl der RWA-Anlagen und Zuluftmenge sind bei DIN und VdS gleich.

 

Die Basisanforderungen für RWA-Anlagen werden durch die DIN  18232 bestimmt. Die in der DIN 18232, Teil 3 vorgeschriebene  Geräteprüfung schließt, neben einem Brandtest, die Standsicherheitsprüfung der RWA-Anlage mit einem Funktionstest unter Schneelast und Wind ein. Funktionssicherheit und Auslösung des Öffnungsmechanismus werden durch ausführliche Tests geprüft. Für die im Brandfall entscheidende aerodynamisch wirksame Rauchabzugs-Fläche Aw werden RWA-Anlagen im Windkanal geprüft. Dabei kann die effektive Abzugsfläche durch speziell geformte Aufsatzkränze, Windleitwände, Eckspoiler zusätzlich verbessert werden. Das Bestehen der Prüfungen wird durch das zusammenfassende Prüfzeugnis ZPZ bescheinigt. RWA-Anlagen mit einem ZPZ erfüllen alle Bedingungen der gesetzlichen Bauauflagen.

 

 

Über das Zusammenfassende Prüfzeugnis der DIN 18232 hinaus gibt es  Richtlinien des VdS. In den Richtlinien 2159 des VdS werden  zusätzliche und höhere Anforderungen an die Funktionstüchtigkeit von RWA-Anlagen gestellt. Für die Prüfung nach VdS2159 werden nur Anlagen zugelassen, welche die DIN 18232 bereits bestanden haben. Die  Geräte- und Systemanerkennung wird durch ein Zertifikat des VdS bescheinigt.